Vegan - Veganismus - Vegan leben - was bedeuten diese Begriffe?

Veganismus bezeichnet eine Philosophie und Lebensart. Veganer versuchen, soweit wie möglich und auch praktisch durchführbar, auf alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren, die für Essen, Kleidung oder andere Zwecke gezüchtet werden, zu verzichten.   Veganismus ist eine Einstellung, die aus dem Vegetarismus hervorgegangen ist. Veganer lehnen tierische Produkte in jeglicher Form ab. 

Vegan lebende Menschen

meiden tierische Produkte in jeglicher Form. Ethisch motivierte Veganer achten auch bei Kleidung und anderen Gegenständen des täglichen Lebens darauf, dass diese frei von Tierprodukten und Tierversuchen sind.   (Kosmetik, Lederwaren, Ledersitze im Auto , Ledermöbel , Lederschuhe oder Taschen, Gepäck usw). 

Suchen wir nach dem Ursprung des Wortes Vegan, so werden wir bei dem Engländer Donald Watson fündig.  Donals Watson gründete 1944 die Vegan Society. Das Wort vegetarian leitet sich vom englischen Wort "vegetable" (Gemüse, pflanzlich) ab.  Anhänger des Veganismus, also Menschen, die gänzlich auf tierische Produkte verzichten, findet man immer mehr. Waren es vor 10 Jahren noch kleine Minderheiten, die sich vegan ernährten, so sind es wohl nach letzten Zählungen in Deutschland, mehr als eine Million Menschen, die sich vegan ernähren.  Tendenz steigend.

Ethik und das Recht der Tiere spielen beim Veganismus eine wesentliche Rolle

Tierethische Überlegungen sind heute ein fester Bestandteil der philosophischen Debatte zum Veganismus.  Peter Singers Buch " Die Befreiung der Tiere", 1975 erschienen, löste heftige Diskussionen aus, und gab dem Thema als solches eine ganz neue Qualität.  Singers Argumentation, es gäbe kein Recht und keine moralische Rechtertigung das Leid eines Lebewesens, nicht in Betracht zu ziehen, veranlasste viele zum Umdenken.  Sein Argument: " Spezielle nichtmenschliche Tiere vom Gleichheitsprinzip auszuschließen, sei so willkürlich, wie Menschen anderer Hautfarben, Kultur, Relgion oder Geschlecht auszunehmen".   Leider sind die Ansichten auch heute noch sehr kontrovers.  Viele Veganer verweisen auch auf die Intelligenz der verschiedenen Arten, die ebenso mit Leidenfähigkeit , wie wir Menschen, ausgestattet sind.

Welternährung und Umweltverträglichkeit

Vegane Organisationen nehmen an, dass die vegane Ernährung positive Folgen für die Welternährung habe.  Aufgrund der niedrigen Futterkonversationsraten der Tierproduktion wird angenommen, dass eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise in den Industrieländern die Ernährungssituation in den Entwicklungsländern signifikant verbessern könnte.  Vegane Organisationen kritisieren, dass eine nichtvegane Ernährung negative Folgen für die Umwelt habe und mehr Ressourcen mehr benötige und verschmutze, als eine vegane.

Einige Veganer begründen ihre Ernährungsweise auch damit, dass es nicht natürlich sei, die Muttermilch einer anderen Spezies zu trinken.  Bis zu 80 Prozent der Weltbevölkerung können beispielsweise Milchprodukte nicht vertragen und reagieren damit mit einer Laktoseintoleranz.  Heißt, sie können Milch oder Milchprodukte  nicht ohne Probleme verdauen.

Vegan leben - bedeutet - tierische Produkte zu vermeiden

Leitgedanke des Veganismus ist die Verminderung von Leid durch die Vermeidung von tierischen Produkten und Tiernutzung. Die Welt ohne Tierprodukte und ohne Tierversuche stellt ein hohes Ideal dar.  Zoos und Zirkuse, sowie Delphinarien stehen ebenso heftig im Focus der Kritik.

 

 

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